Selbstverständnis

Bündnis – was?!

Im Bündnis Bleiberecht Tübingen haben sich einzelne Menschen und verschiedene Gruppen aus der Region zusammengeschlossen, die gemeinsam ein Bleiberecht für alle Geflüchteten fordern und die sich gemeinsam gegen zwangsweise Abschiebungen in Krieg, Terror und Elend einsetzen.

Das Bündnis Bleiberecht versteht sich ausdrücklich als offener Zusammenschluss ohne feste Einbindung in bestehende Strukturen, Parteien und Gruppierungen (die natürlich trotzdem genauso wie auch Einzelpersonen zum Mit-Engagement eingeladen sind):

Manche von uns bringen schon langjährige Erfahrungen in der Flüchtlings- und Friedenspolitik in unterschiedlichsten Zusammenhängen mit, manche haben auch erst vor kürzerer Zeit in Asylarbeitskreisen, Kirchengemeinden oder Stadtteilgruppen damit begonnen, nach Deutschland geflüchtete Menschen konkret zu unterstützen.

Wir alle müssen mittlerweile – vor allem nach dem mittlerweile auch offiziell propagierten „Ende der Willkommenskultur“ – erleben, dass Menschen, die bei uns Schutz gesucht haben, zurück in die lebensgefährlichen Regionen „abgeschoben“ oder zur „freiwilligen Rückkehr“ gezwungen werden sollen, aus denen sie vor Krieg, Gewalt, Perspektivlosigkeit und aus vielen anderen nachvollziehbaren Gründen geflüchtet sind.

Uns alle verbindet die Erfahrung, dass Politiker*innen und Verwaltungsverantwortliche zunehmend keine Rücksicht mehr auf die individuellen Schicksale dieser geflüchteten Menschen nehmen, sondern dass es nur noch darum geht, Kennziffern und Abschiebe-Sollzahlen zu erfüllen oder eine möglichst hohe Abschiebequote zum Aushängeschild einer vermeintlich „erfolgreichen“ Flüchtlingspolitik zu machen.

Wir alle haben beschlossen, dass diese zynische Politik auf Kosten der Menschenrechte von Geflüchteten nicht weiterhin in unserem Namen und auch nicht länger mit unserem billigenden Schweigen geschehen darf.

Deshalb engagieren wir uns z.B. aktiv, lautstark und bunt gegen die Aufenthaltsbeendigungspolitik der baden-württembergischen Landesregierung und rufen immer und überall zu konkreter, praktischer Solidarität für alle von Zwangsrückführung und Illegalisierung bedrohten Mitmenschen auf.

Uns alle eint die Grundüberzeugung, dass keines Menschen Menschenrechte verhandelbar sind und dass keines Menschen Menschenrechte auf dem Altar des Populismus und einer deutschen oder europäischen Abschottungspolitik geopfert werden dürfen.

How about you?